Teenager: Naturkosmetik ist in
"Naturkosmetik ist out, viel zu teuer und riecht komisch." Das waren und sind wohl die größten Vorurteile junger Mädchen gegenüber Naturkosmetik und deren Anwendung.
Früher mag der „Geruchsaspekt“ zum Teil gestimmt haben, doch heute
lassen innovative natürliche Konservierungsstoffe Cremes & Co lange
herrlich duften. Und spätestens seit viele Stars bekennende natural
beautys sind, hat sich auch die Frage nach dem Trendfaktor erledigt.
Madonna und Julia Roberts zum Beispiel machen es vor: Sie schwören auf
Produkte von Dr.Hauschka. Natürlichkeit ist in – auch oder gerade bei
der jungen Generation. Wir haben mit Evelyn Reich, Redakteurin bei der
Zeitschrift Mädchen, über Vorurteile und Vorlieben gesprochen.
Pro und Kontra
Mit etwa 13 Jahren fängt man an, sich für das andere Geschlecht zu
interessieren. Man will vor allem eins: gut aussehen! Man beginnt, sich
zu schminken, die Haut zu pflegen. Evelyn Reich weiß: „Junge Mädchen
wollen keine Pickel haben. Cremes müssen also Wirkung zeigen.“
Spezielle Pflegeserien für junge Haut gibt es mittlerweile fast von
jedem Naturkosmetikhersteller. So zum Beispiel die Serie young faces
von lavera. Mit Minze und Rosmarin ist sie speziell auf die Bedürfnisse
junger unreiner Haut abgestimmt. Für Mischhaut gibt es von Logona die
Serie Clear-Skin, die das Gleichgewicht der Haut wieder herstellt.
Doch nicht nur auf die pflegende Wirkung wird geachtet. „Eines der
wichtigsten Argumente für Naturkosmetik ist für Mädchen zwischen 12 und
18, dass sie nicht an Tieren getestet wird. Viele haben selbst Tiere,
sind tierlieb, deshalb auch Vegetarier... Was liegt da näher, als
Naturkosmetik zu benutzen?“, erklärt Evelyn Reich. Daher wird auch viel
Wert auf Zertifizierungen gelegt. Denn wie erkenne ich, dass wirklich
Naturkosmetik drin ist, wo es draufsteht? Qualitätssiegel, wie der
„Hase mit schützender Hand“, das BDIH-Prüfzeichen oder das NaTrue-Label
helfen da weiter. Sie stehen für bestimmte Regeln, die bei der
Herstellung von Naturkosmetik eingehalten werden müssen und die von
einer unabhängigen Behörde überprüft werden.
Da Naturkosmetik an diese strengen Regeln gebunden ist und nur
hochwertige natürliche Inhaltsstoffe verarbeitet, ist sie meist auch
ein wenig teurer als konventionelle Produkte. Da man im Teenageralter
aber nicht unbedingt über üppige Finanzverhältnisse verfügt, kann das
ein Problem sein. „Oft ist Naturkosmetik für die jungen Mädels einfach
zu teuer. Qualität kostet natürlich mehr, aber das Geld dafür ist im
jungen Alter einfach nicht da“, weiß die Mädchen-Redakteurin. Als
Alternative kann man seine Kosmetik auch selbst herstellen: „Was bei
unseren Leserinnen besonders gut ankommt, sind die Masken zum
Selbermachen. Einfache Rezepte, günstige Zutaten – schon ist die
natürliche Pflege für Haut und Haar fertig.“
Umfeld entscheidend
Da bekanntlich der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, ist die Mutter oft
ausschlaggebend für das „Kosmetikverhalten“ der Tochter. Wenn die Mama
also natürliche Produkte benutzt, wird die Tochter auch damit anfangen.
Eltern haben hier eine Vorbildfunktion und sollten das Bewusstsein
ihrer Kinder für den richtigen Umgang mit Natur und Umwelt stärken.
Auch Freundinnen haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das
Verhalten junger Mädchen. Man spricht über Kosmetik, geht zusammen
shoppen, stylt sich gemeinsam, tauscht Tipps aus. „Da ist es schon
wichtig, was die beste Freundin sagt oder was sie benutzt.“, so Evelyn
Reich.
Wer mehr darüber erfahren möchte, was Teenager von Naturkosmetik
halten, dem empfehlen wir den Beitrag "Naturkosmetik: das
Beautyprogramm aus der Natur" auf maedchen.de.
Quelle: www.naturalbeauty.de
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