Mit Zorn und Hass reißt man alles nieder, mit Geduld und Liebe aber baut man aus nichts einen Tempel.
Aus Vietnam
 
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Dufte Typen – Deos auf Naturbasis

Schwitzen ist für Viele ein Problem – denn Schweiß bedeutet unangenehmen Geruch und hässliche Flecken auf der Kleidung. Aber Schwitzen ist auch extrem wichtig.

Denn es kühlt den Körper und transportiert Giftstoffe nach außen. Dafür sorgen bis zu drei Millionen Schweißdrüsen, die über den ganzen Körper verteilt sind. Wenn die Körpertemperatur steigt, sei es durch hohe Außentemperaturen oder körperliche Anstrengung, kommt es zu einer stärkeren Blutzirkulation. Es folgt ein Wärmetransport an die Oberfläche des Körpers, wo die Schweißdrüsen aktiviert werden. Der auf der Hautoberfläche gebildete Schweiß verdunstet sofort und kühlt dabei die Haut – eine natürliche Klimaanlage also. Der Mensch verliert auf diese Weise bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, ohne sich großartig anzustrengen.

Schweiß selbst ist übrigens geruchlos. Der typische Schweißgeruch entsteht erst, wenn die auf der Haut angesiedelten Bakterien die Körperflüssigkeit zersetzen. Und gerade fortwährend feuchte Haut bildet einen Nährboden für Bakterien und Pilze – besonders unter der Achsel. Deodorants und Antitranspirants schaffen Abhilfe: Sie wirken Geruch und Nässe entgegen. Aber wo liegt eigentlich der Unterschied?

Deos
In erster Linie enthalten Deodorants antibakterielle Wirkstoffe und Alkohol. Dadurch kann das Wachstum der Schweiß zersetzenden Bakterien vermindert und unangenehmer Körpergeruch verhindert werden. Problematisch ist aber, dass die antibakteriellen Wirkstoffe in konventionellen Deos nicht nur gegen die Schweiß zersetzenden Bakterien vorgehen, sondern auch die natürliche Keimflora der Haut durcheinander bringen. Manche der darin enthaltenen Inhaltsstoffe müssen zudem nicht deklariert werden: Diethylphtalat zum Beispiel  beeinflusst den Schutzmechanismus der Haut und steht zudem im Verdacht, als Hormon zu wirken. Ebenso künstliche Moschusdüfte, die sich im Körper anreichern, die Abwehr schwächen und die Leber schädigen können wie das antibakterielle Triclosan. Polyethylenglykole (PEGs) kommen als Emulgatoren vor, machen aber gleichzeitig die Haut durchlässiger für Schadstoffe. Und Silikonöle, häufig eingesetzt in Deo-Sticks, verkleben die Haut, hindern sie am Atmen und sind nicht biologisch abbaubar.

Antitranspirantien

Wesentlich wirkungsvoller, was den Schweißfluss angeht, sind Antitranspirantien. Sie verengen mit Aluminiumsalzen die Schweißporen, so dass weniger Schweiß ausgeschieden und den Bakterien die Lebensgrundlage entzogen wird. Aluminiumsalze können die Schweißmenge um 20 bis 50 Prozent reduzieren. Der Nachteil: Der Schweißstau kann zu Juckreiz oder Hautirritationen führen. Forschungen zufolge können Aluminiumverbindung sogar in den Körper eindringen, Krebs und Alzheimer auslösen oder zumindest eine Rolle bei der Entwicklung dieser Krankheiten spielen. Man sollte außderdem nicht vergessen, dass in der Achselhöhle eines der wichtigsten Lymphzentren unseres Körpers liegt – gerade dort sollte man also nur wirklich unbedenkliche Substanzen wirken lassen. Glücklicherweise gibt es auch natürliche Alternativen.

Naturkosmetik-Deos
Naturkosmetische Deodorants setzen auf die antibakterielle Wirkung natürlicher Pflanzenbestandteile. Zum Beispiel auf Extrakte aus Blättern, Blüten, Kräutern oder auf mineralische Substanzen wie Kieselgel, Silikate oder Mineralsalze. Diese sind für den Körper unbedenklich und schaden der Hautflora nicht.

Pflanzenwirkstoffe mit natürlicher Deodorant-Wirkung sind Auszüge aus Salbei, Thymian, Rosmarin oder Eichenrindenextrakt. Die Süßholzwurzel kann diesen Effekt noch verstärken. Antibakteriell wirken Ingwer, Nelke und Sandelholz. Menthol, Kampfer oder Myrrhe sind kühlend und erfrischend. Desinfizierende Wirkung haben auch Extrakte aus Teebaum- oder Neemblättern. Die Salbei Deomilch von Dr.Hauschka oder das Salbei-Deodorant von WELEDA setzen beispielsweise auf die antitranspirierende Wirkung von Salbei. Das Asia Deospray Lotusblüte & Bambus von Logona enthält Ingwer und Sandelholz. Natürliche ätherische Öle sind ebenfalls häufig antibakteriell. Sie werden – wie auch Blütenwasser – als natürliche Duftstoffe eingesetzt.

Auch naturkosmetische Deos können Alkohol enthalten, der ebenfalls desinfizierend wirkt. Es gibt aber auch viele alkoholfreie Naturkosmetik-Deos, die für Menschen mit besonders empfindlicher Haut geeignet sind.

Die Naturkosmetik hat zudem ein natürliches Antitranspirant im Einsatz: Alaun. Alaune sind Kalium- und Ammonium-Aluminiumsulfatsalze, die aus natürlichem Schiefergestein gewonnen und nach der Reinigung als reiner Kristall (Deo-Stein) oder als Zusatz in naturkosmetischen Deos eingesetzt werden. Alaune wirken adstringierend, verstopfen die Poren jedoch nicht, töten aber Bakterien ab. Sie sind gut hautverträglich und duftfrei. Also perfekt auch für Menschen mit Duft-Allergien. Die SANTE Kristalldeos etwa sorgen für lang anhaltende Frische und sind auch für empfindliche Haut gut geeignet.

Ein weiteres Plus naturkosmetischer Deos sind die vielen Inhaltstoffe mit pflegenden Eigenschaften. Blütenöle, wie Rose, Lavendel oder Calendula, wirken Hautirritationen entgegen und duften zusätzlich noch gut. Kamillenextrakt wirkt beruhigend. Aloe Vera, Hamamelis und Rosenextrakt spenden Feuchtigkeit. Pflanzliche Öle, wie z.B. Jojoba- oder Olivenöl sind ebenfalls feuchtigkeitsspendend und halten die Haut schön geschmeidig. Als Emulgatoren werden z.B. natürliche, gentechnikfreie Soja-Lecithine eingesetzt.

Mit einem Naturkosmetik-Deo kann man also beruhigt und mit gutem Gewissen ins Schwitzen kommen!

 

Quelle: www.naturalbeauty.de

 
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