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| Bio ist heute Lebensgefühl | Per E-Mail empfehlen |
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BIO ALS LEBENSGEFÜHL - News vom Naturkosmetik Branchenkongress Nachhaltigkeit hat sich längst zum globalen Trend entwickelt und auf nahezu alle Lebensbereiche ausgeweitet. Damit erhält auch der Naturkosmetikmarkt neues Potential – eines von vielen Themen, die beim Naturkosmetik Branchenkongress 2009 im Vordergrund standen. Über 100 internationale Repräsentanten aus Herstellung, Vertrieb, Marketing und Handel trafen sich am 22. und 23. September beim 2. Naturkosmetik Branchenkongress im CongressCenter Nürnberg. „Kaum ein anderer Markt entwickelt sich aktuell so dynamisch wie der für natürliche Schönheitspflege“, weiß Udo Funke, Projektleiter BioFach und Vivaness: „Dem daraus resultierenden Kommunikations- und Informationsbedarf tragen wir nicht nur mit der Vivaness und dem begleitenden Forum Rechnung, sondern auch mit dem Naturkosmetik Branchenkongress.“ In Deutschland gaben die Kunden 2008 etwa 672 Mio. Euro für Naturkosmetik aus – ein Zuwachs von 10% gegenüber 2007 (Quelle: naturkosmetik konzepte, Dortmund). Ganz klar, dass viele neue Unternehmen genau dieses Potential ausschöpfen möchten. Und so finden sich in den Regalen immer mehr Naturkosmetikmarken und -produkte, die Auswahl scheint nahezu grenzenlos. Doch Vorsicht: Nicht überall, wo Natur drauf steht, ist auch tatsächlich Natur drin: Leider nutzen einige Hersteller das wachsende Bedürfnis nach mehr Natürlichkeit, um Produkte als „bio“, „natural“ oder „organic“ zu bewerben, die lediglich eine Hand voll natürliche Zusätze enthalten. Sie reichern petrochemische Substanzen auf Mineralölbasis lediglich an. Dieses Phänomen, im Marketing-Jargon als „Green Washing“ bezeichnet, führt Verbraucher zunehmend in die Irre. Gerade dieser Aspekt macht Label und anerkannte Prüfsiegel wie den BDIH-Standard für kontrollierten Naturkosmetik so wichtig. Eine der zentralen Fragen innerhalb der Diskussionsrunden während des Kongresses war daher: Wie sehen Zertifizierungen und Labels in Zukunft aus? Und wie geht es weiter mit der internationalen Harmonisierung der bestehenden Prüfverfahren? Einen Ansatz hierfür bietet die europäische Arbeitsgruppe COSMOS, in der sich unter anderem die bereits etablierten Organisationen BDIH, Ecocert und Soil Association beraten. Grundlage bilden die jeweils auf Landesebene definierten Standards und Prüfsiegel, die um ein gemeinsames, noch strengeres Regelwerk erweitert werden sollen. Produkte wären demnach künftig weiterhin mit dem jeweiligen, national bereits anerkannten Label versehen und zusätzlich als COSMOS-zertifiziert gekennzeichnet. Ein zweiter Ansatz im Hinblick auf die Internationalisierung ist NaTrue: Das übersichtlich gegliederte, dreistufige Konzept hat keine Verbindung zu bereits etablierten Standards, wird aber von einigen bedeutenden Herstellern unterstützt. Welche Variante sich letzten Endes durchsetzen wird, sei dahingestellt – die Meinungen aus den verschiedenen Interessensgruppen waren auf dem Kongress recht unterschiedlich. Einig war man sich jedoch über das gemeinsame Ziel: Eine möglichst schnelle, einfache Lösung auf europäischer Basis, die dem Verbraucher statt Verwirrung wieder Orientierung und Sicherheit bietet. Ted Ning, Geschäftsführer LOHAS, USA brachte in diesem Zusammenhang auch noch eine interessante Zahl ins Spiel: International gibt es zum Thema Nachhaltigkeit derzeit etwa 293 (!) Siegel. Glückwunsch, wer da noch den Überblick behalten kann. Aber natürlich bringen Nachhaltigkeit und das daraus resultierende Marktwachstum auch positive Aspekte mit sich: So ist Naturkosmetik über immer mehr Vertriebskanäle erhältlich. Dem Wunsch der Verbraucher, Naturkosmetik in gewohnten Einkaufsstätten für Kosmetika zu beziehen, wird zunehmend Rechnung getragen. Insbesondere in Drogerien sind Produkte auf Naturbasis immer häufiger erhältlich. Daneben setzen sich mittlerweile völlig neue Handelskonzepte, die Naturkosmetik zum Erlebnis machen, durch. So können Interessierte zum Beispiel in den Fachgeschäften von beauty & nature derzeit in Berlin, München und Köln, die Vorzüge von natürlichen Cremes & Co. an großen Testerbars oder bei einer ausgiebigen Schönheitsbehandlung testen. Auch Apotheken, wie die außergewöhlichen Filialen von DrKRAUS Apotheke in Augsburg, bieten ihren Kunden neben der Beratung in klassischen Fragen zur Gesundheit die Möglichkeit, Umweltbewusstsein und Glamour in separaten Naturkosmetik-Abteilungen zu genießen. Der eigene Online-Shop www.greenglam.de zeigt darüber hinaus, dass dieses Konzept kaum etwas mit einer klassischen Apotheke gemeinsam hat. Doch was gut ist, bleibt: Das Team von DrKRAUS Apotheke setzt in der Kosmetik auf die gleiche kompetente Beratung, wie im medizinischen Bereich. Und wie „grün“ ihr Daumen in jeder Hinsicht ist, beweist spätestens der liebevoll angelegte Apothekergarten. Insgesamt zeigte der Naturkosmetik Branchenkongress 2009 sehr interessante und vielseitige Ansätze, die eines beweisen: Bio ist längst kein Trend mehr, sondern ein Lebensgefühl. Und wer sich daran orientiert und die Augen offen hält, findet eine unglaubliche Vielfalt an echten Highlights, die ganz ohne „Green Washing“ auskommen. Quelle: www.naturalbeauty.de |
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